**Förderung und Unterstützung:** Die Ausstellung ist Dank der Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur entstanden. Die Kunsthalle Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, durch das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern, den Verein „Freunde der Kunsthalle Rostock e. V.“. Unterstützer der Projekte der Kunsthalle Rostock sind ebenso die Wall GmbH und die Druckerei Weidner GmbH. Gesundheitspartner: Klinikum Südstadt Rostock Kulturpartner: NDR Kultur
**Kooperationen:** Das Symposium entstand in Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.
**Foto oben:** Collage: Sophie Linz, Roter Faden auf Papier mit Foto, Unter Verwendung eines Fotos von Erich Höhne & Erich Pohl (1962/1965), © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek">

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Nadine Schemmann “Changed frequency in leftover amplitudes”, 2021 Tusche, Ölfarbe und Chlorbleiche auf genähtem Leinen 340 x 370 cm Leihgabe der Künstlerin Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart

Nadine Schemmann
“Changed frequency in leftover amplitudes”, 2021
Tusche, Ölfarbe und Chlorbleiche auf genähtem Leinen
340 x 370 cm

Leihgabe der Künstlerin
Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart Regina Franke
„Mutter mit Neugeborenem“, 1982 
Graphit, Sepia
52,3 x 39,0 cm

Sammlung Kunsthalle Rostock
Foto: Kunsthalle Rostock Sophie Linz
„Roter Faden auf Papier mit Foto“, 2022
Collage
30 x 21 cm
unter Verwendung eines Fotos von Erich Höhne & Erich Pohl (1962/1965) © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek

Leihgabe der Künstlerin Steffi B., Dipl.-Ing. (FH) Architektur, geboren 1979
Wochenkrippe 58, Gotha 1979–1980
abgegeben von der 8. Woche bis zum 7. Monat
multimediale Bildsequenz

Spurenfotos: Sophie Linz
Porträtfoto: Anja Lehmann
Collage: Steffi B. (Reproduktion: Kai Namslau)

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abgegeben

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Wochenkrippen in der DDR

Kinderbetreuung in der DDR galt lange als vorbildlich. Nach dem politischen Umbruch 1989 wurde sie auch in Westdeutschland größtenteils positiv bewertet. Ausge­blendet und wenig erforscht blieben hingegen die sogenannten Wochenkrippen, die seit Beginn der 1950er Jahre wesentlicher Bestandteil staatlicher Kinderbetreuung und -erziehung in der DDR und zeitweise in ganz Osteuropa verbreitet waren. Hier wurden Jungen und Mädchen ab der sechsten Lebenswoche von montags bis freitags inklusi­ve Übernachtung betreut. Bei ihren Familien lebten sie nur an den Wochenenden. Was bedeutet es, in frühester Kindheit weitestgehend ohne Mutter und Vater aufzu­wachsen? Wie verlief die Betreuung im Alltag? Und warum gaben Eltern ihre Kinder in die Wochenkrippe? Die Ausstellung abgegeben - Wochenkrippen in der DDR ist ein künstlerisches Forschungsprojekt über die biografischen Auswirkungen dieser heute umstrittenen Form der Kinderbetreuung.

Sophie Linz, Initiatorin und künstlerische Leiterin der Ausstellung, ist eines dieser Wo­chenkrippe-Kinder. Gemeinsam mit neun weiteren Betroffenen machte sie sich auf den Weg, Erinnerungen und Erlebnisse zu erforschen und in Text, Bild und Ton zu dokumentieren. Entstanden sind zehn multimediale Sequenzen, die erstmals im Schaudepot der Kunsthalle Rostock zu sehen sind. Sie bestehen aus jeweils einem Portrait, welches die Berliner Fotografin Anja Lehmann (selbst Betroffene) vom jeweiligen Wochenkrippe-Kind erstellte, aus Aufnahmen von den Orten und ihren Spuren von Sophie Linz sowie aus Interviews mit den Betroffenen und den von ihnen selbst gestalteten Collagen. Letztere entstanden unter Anleitung der Künstlerin und Kunstpädagogin Karla Sachse.

Eine weitere Perspektive eröffnen Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock, gleichfalls kuratiert von einem ehemaligen Wochenkrippe-Kind aus Rostock. Sie bietet den Betrachtenden einen sehr persönlichen Blick auf die Sammlung. Arbeiten der in Ber­lin lebenden Künstlerinnen Karla Sachse (Installation) und Nadine Schemmann (Malerei und Textile Skulptur) setzen aus zeitgenössisch-künstlerischer Sicht weitere Akzen­te zum Thema. Die Ausstellung wird durch zeithistorische Fotografien und Objekte aus ehemaligen Wochenkrippen sowie Texttafeln und Filme zur Entstehung und Geschichte der Wochenkrippen ergänzt.

Im Rahmen des Projektes konzipierte die Dresdner Wissenschaftlerin Heike Liebsch ein internationales Symposium zum Thema "Wochenweise Fremdbetreuung im frühen Kindesalter - Erfahrungen aus der DDR und internationale Perspektiven". Das weitere Begleitprogramm entstand in Zusammenarbeit mit der Journalistin Ulrike Fischer aus Hamburg.


Förderung und Unterstützung:
Die Ausstellung ist Dank der Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur entstanden. Die Kunsthalle Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, durch das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern, den Verein „Freunde der Kunsthalle Rostock e. V.“. Unterstützer der Projekte der Kunsthalle Rostock sind ebenso die Wall GmbH und die Druckerei Weidner GmbH. Gesundheitspartner: Klinikum Südstadt Rostock Kulturpartner: NDR Kultur


Kooperationen:
Das Symposium entstand in Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.


Foto oben:
Collage: Sophie Linz, Roter Faden auf Papier mit Foto, Unter Verwendung eines Fotos von Erich Höhne & Erich Pohl (1962/1965), © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek

Bilder von der Eröffnung

Blick in die Ausstellung

Ausstellung:
05.03.2023 - 01.05.2023

Eröffnung:
04.03.2023, 17.00 Uhr

Ausstellungsort:
im Erdgeschoss des Schaudepots der Kunsthalle Rostock

Eintritt:
8 EUR und 6 EUR ermäßigt,
Rostocker Studierende und Geflüchtete kostenlos (Kulturticket)
Inklusive der Ausstellung im Obergeschoss.

Publikation:
Zu dem Thema der Ausstellung entsteht derzeit ein Sachbuch der Autorin Heike Liebsch.

Su. 05.03.23 – 05.03.23
11.00 – 12.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Ulrike Fischer

Führung durch die Ausstellung "abgegeben" in Anwesenheit weiterer Projektbeteiligter.

Der Rundgang ist im Eintrittspreis inklusive.

We. 08.03.23 – 08.03.23
11.00 – 18.00 Uhr

Frauentagsspecial

Besucherinnen erhalten an diesem Tag nach ihrem Ausstellungsrundgang kostenfrei ein Glas Prosecco oder Orangensaft. Um 11 und 17 Uhr bieten wir Führungen an und laden zu Ausstellungsgesprächen ein.

Th. 16.03.23 – 16.03.23
18.00 – 20.00 Uhr

Wie die DDR-Wochenkrippe das Leben prägt – Betroffene erzählen

„Das Singen hat mich gerettet“

Ein Gesprächsabend mit der Autorin und Sängerin Susanna M. Farkas, Wochenkrippenkind von 1972–1975 Susanna M. Farkas sagt von sich selbst, dass sie ihr ganzes Leben auf der Suche nach „ihrem“ Platz im Leben war. An die Zeit in der Wochenkrippe kann sie sich kaum erinnern. Erst viele Jahre später taucht wie aus dem Nichts ein einschneidendes Erlebnis auf. Im Gespräch erzählt sie von dieser Erfahrung, über ihren Lebensweg von Zwickau über Budapest nach Hamburg – und warum sie heute gern in Seniorenheimen singt.

Moderation: Ulrike Fischer

Th. 23.03.23 – 23.03.23
18.00 – 20.00 Uhr

„Um mich herum waren immer Gitterstäbe“

Ein Gesprächsabend mit der Architektin Cornelia Gloger, Wochenkrippenkind von 1969–1972
Cornelia Gloger hat Spuren hinterlassen: Als Projektleiterin des Künstlerviertels „Mandauer Glanz“ sanierte sie gemeinsam mit einem Künstler den Innenstadtbereich Zittaus, der heute als touristische Attraktion gilt. „Doch mit dem Erfolg kam keine Erfüllung“, sagt sie – die Architektin stürzte in eine Lebenskrise. Im Gespräch erzählt sie, was diese mit ihrer Kindheit zu tun hat und wie sie ihre Jahre in der Wochenkrippe mittels Therapie und Schreibprogramm aufarbeitete.

Moderation: Ulrike Fischer.

Th. 30.03.23 – 30.03.23
18.00 – 19.00 Uhr

online Führung via ZOOM

Liebe Besucher:innen,
gerne laden wir Sie zu einer digitalen Führung mit der Kuratorin durch unsere aktuelle Ausstellung „abgegeben“ ein.

Die Kuratorin der Ausstellung Frau Ohst und unsere Museumspädagogin Frau Kracht werden Sie per Zoom durch unsere Räume führen.

Zur digitalen Führung gelangen Sie hier oder über Ihre Zoom-App.
Link zum Zoommeeting
Meeting-ID: 858 2247 0029 Kenncode: 801295

Wir freuen uns auf Sie.

Fr. 14.04.23 – 14.04.23
18.00 – 20.00 Uhr

Workshop für Erwachsene: „Das macht mich glücklich!“

Workshop für Erwachsene: „Das macht mich glücklich!“

Kunsttherapie kann „das“ bewegen und trennen von jenem, was uns engmacht. Farbe, Papier, Ton oder Stein dürfen den Menschen einladen in kreative Prozesse einzutauchen. Kunsttherapie als Psychotherapie öffnet und begleitet diese Ausdrucksmöglichkeit.

mit Kathleen Schultz, Meisterschülerin Universität der Künste Berlin und MA Kunsttherapeutin

Anmeldung unter:
+49 (0) 381 381-7002 oder
kunsthalle@rostock.de
Teilnahme im Eintrittspreis enthalten.
max. Teilnehmerzahl: 8 Personen

Su. 16.04.23 – 16.04.23
10.00 – 12.00 Uhr

Workshop für Kinder von 7 bis 12 Jahren: „Das macht mich glücklich!“

Hier ist ein Ort für kleine Künstler. Im Spiel mit Farben, Ton oder Stein entdecken sie sich und ihre Welt. Mut und Ideen helfen in den Zeiten des Großwerdens. Die Kunsttherapeutin Kathleen Schultz begleitet und rahmt diesen zutiefst eigenen Weg.

Für Eltern besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung durch die Ausstellung „abgegeben“.
Anmeldung unter:
+49 (0) 381 381-7002 oder
kunsthalle@rostock.de

Teilnahme im Eintrittspreis enthalten. Kinder haben freien Eintritt.
max. Teilnehmerzahl Workshop: 8 Personen
max. Teilnehmerzahl Führung: 20 Personen

Fr. 21.04.23 – 23.04.23
09.30 – 16.30 Uhr

Wissenschaftliches Symposium

Das Symposium ist Ausgebucht!!!

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Symposium in Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock, der Lan­ deszentrale für politische Bildung, wochenkinder.de und der Kunsthalle Rostock statt. Es spricht Betroffene und all jene an, für die Kinderbetreuung heute relevant ist und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse der wochenweisen Fremdbetreuung auch im internationalen Kontext.

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07.03.2023 – 01.05.2023

Schüler stellen aus

35 Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern