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CHRISTOPH ROKITTA K7K8 AUS DER SECHSTEILIGEN SERIE PdR 080928, 2008 FOTOGRAFIE, JE 70 x 50 CM © CHRISTOPH ROKITTA

CHRISTOPH ROKITTA
K7K8 AUS DER SECHSTEILIGEN SERIE PdR 080928, 2008
FOTOGRAFIE, JE 70 x 50 CM
© CHRISTOPH ROKITTA THOMAS SANDBERG
AUS DER SERIE PALAST DER REPUBLIK, 1981
SERIE AUS 8 FOTOGRAFIEN, BARYT-VERGRÖßERUNG, VERSCHIEDENE MAßE
© THOMAS SANDBERG DIETER URBACH
PALAST DER REPUBLIK INNEN, LICHTSHOW, 1974
SILBERGELATINEPAPIER, FOTOMONTAGE AUF KARTON, 70 x 100 CM
BERLINISCHE GALERIE – LANDESMUSEUM FÜR MODERNE KUNST, FOTOGRAFIE UND ARCHITEKTUR
FOTO: KAI-ANNETT BECKER STAPELSTÜHLE AUS DEN RESTAURANTS DES PALASTS DER REPUBLIK, TYP EW 9700/01
STAHLROHR, VERSCHIEDENE BEZÜGE
STIFTUNG HUMBOLDT FORUM IM BERLINER SCHLOSS
FOTO: FRANK HORMANN/FOTOAGENTUR NORDLICHT GEORG ECKELT
AUS DER SERIE TAG DER FAMILIE, 1976
FOTOGRAFIE, 40 x 30 CM
PRIVATBESITZ HARALS HAUSWALD
AM FERNSEHTURM, ALEXANDERPLATZ, BERLIN-MITTE, 1989
ARCHIVAL PIGMENT PRINT, 50 x 70 CM
© HARALD HAUSWALD/OSTKREUZ JÖRN REIßIG
AUS DER SERIE 4.11.1989, 1989
FOTOGRAFIEN, JE 21 x 30 CM
© BROTFABRIK BERLIN CLAAS GUTSCHE, ERASURE, 2013,
LINOLSCHNITT AUF KOZO PAPIER
FOTO: UWE WALTER

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Palast der Republik

palast1.jpg

Utopie, Inspiration, Politikum

Die heute denkmalgeschützte Kunsthalle Rostock ist der einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR. 50 Jahre nach der Eröffnung wird dieses bedeutende Symbol, dessen Wertschätzung nach 1989 eine wechselvolle Geschichte durchlebte, grundsaniert und für die Zukunft erhalten. In einer der letzten Ausstellungen vor ihrer Sanierung widmet sie sich mit der Ausstellung Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum, dem wohl bekanntesten Kulturbau der DDR, der die Zeit nicht überdauert hat.

Errichtet zwischen 1973 und 1976 auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Stadtschlosses, war der Palast der Republik das Regierungsgebäude der DDR mit dem Sitz der Volkskammer und zugleich öffentliches Kulturhaus mit einer Vielzahl von Veranstaltungsräumen und gastronomischen Angeboten. Täglich fanden hier Veranstaltungen im Großen Saal, den Restaurants, der Disko im Jugendtreff, dem Theater und dem Spreebowling statt. 1990 wurde der Palast der Republik wegen Emission krebserregender Asbestfasern geschlossen, von 2006 bis 2008 wurde das Bauwerk abgerissen. 2019 soll auf dem Schlossplatz das Humboldt Forum im neu errichteten Berliner Schloss eröffnen.

Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum in der Kunsthalle Rostock zeigt Ausstattungsstücke und Kunstwerke, die sich mit diesem kontrovers diskutierten Gebäude auseinandersetzen. Kunst, die das staatliche Symbol stützte, wird derjenigen gegenübergestellt, die staatliche Entscheidungen kritisch hinterfragte und hinterfragt. Bildende Kunst wird so erkennbar als Gegenüber und zugleich Teil der Politik in der DDR und in der Bundesrepublik. So schufen Bernhard Heisig, Ronald Paris, Willi Sitte, Werner Tübke und viele andere Werke für Foyer, Restaurants und Sitzungssäle des Palastes. Diese Arbeiten sind ebenso Teil der Ausstellung wie Werke, die während der Bau- und Nutzungszeit des Palastes entstanden und die die Bedeutung des Gebäudes im kulturellen Leben der DDR und Ost-Berlins künstlerisch spiegeln. Ein dritter Teil der Ausstellung setzt sich mit dem Abriss des Gebäudes auseinander und versammelt zeitgenössische künstlerische Reaktionen. Auch die Ausstattung des Palastes wird durch historische Einrichtungsgegenstände erlebbar. Die Ausstellung nähert sich dem verschwundenen Gebäude auf verschiedenen Wegen und eröffnet den Diskurs um eine gemeinschaftliche Erinnerung an den Palast der Republik. Die Ausstellung wird kuratiert von Elke Neumann.


Beteiligte Künstlerinnen und Künstler
Rudolf Austen, Sibylle Bergemann, Árpád Bondy & Margit Knapp Cazzola, Günther Brendel, Kurt Buchwald, Stefanie Bürkle, Gerd Danigel, Fritz Diedering, Georg Eckelt, Christoph Eckelt, Nina Fischer & Maroan el Sani, Thomas Florschuetz, Claas Gutsche, Doug Hall, Ernst Hassebrauk, Harald Hauswald, Bernhard Heisig, Kerstin Honeit, Jo Jastram, Irina Liebmann, Katrin von Maltzahn, Maix Mayer, Arwed Messmer, Ronald Paris, Andrea Pichl, Gertraude Pohl, Bettina Pousttchi, Lars Ø. Ramberg, raumlabor/ EXYZT, Jörn Reißig, Christoph Rokitta, Fred Rubin, Thomas Sandberg, Wilhelm Schmied, Willi Sitte, Emma Stibbon, Jan Stieding, Annette Streyl, Daniel Theiler, Werner Tübke, Anna-Monika Tzschichhold, Dieter Urbach, Ulrich Wüst


Vielen Dank für die Unterstützung!
Kulturstiftung des Bundes, Land Mecklenburg Vorpommern, Stadtwerke Rostock AG, WG Schiffahrt Hafen Rostock, Rostock Port, Druckerei Weidner, NDR Kultur, Hanse- und Universitätsstadt Rostock


Palast der Republik Satellit
Vom 20.06. - 27.07.2019 wird die Ausstellung mit der Schau "Palast der Republik. Satellit – Kunsthalle Rostock im KVOST" einen Begleiter in Berlin haben, der als Gruß an die Stadt und zugleich als Einladung nach Rostock wirken soll. Weitere Informationen gibts hier: KVOST

Bilder von der Eröffnung

Blick in die Ausstellung

Die Kunsthalle Rostock in der "New York Times"
Hier gehts zum Artikel!

Eröffnung:
31.05.2019, 18.00 Uhr

Ausstellung:
01.06.2019 – 13.10.2019

Eintritt:
10,00 € und 8,00 € ermäßigt

Führungen:
Kuratorenführungen finden jeweils am 29. 06.19 um 11 Uhr, 24. 08.19 um 14 Uhr, 13.09.2019 um 18 Uhr, 28.09.2019 um 11 Uhr, 05.10.2019 um 14 Uhr und am 12.10.2019 um 14 Uhr statt.

öffentliche Führungen finden dienstags 16.00 Uhr, mittwochs 14 Uhr, donnerstags 16.00 & 18.00 Uhr und sonntags 11.00 Uhr statt

Führungen nach Voranmeldung max. 25 Personen, Entgelt € 30,00 € Anmeldung unter: +49 (0) 381 381-7002 oder unter kunsthalle@rostock.de

Begleitprogramm

Sa. 29.06.19 – 29.06.19
11.00 – 12.00 Uhr

Kuratorenführung

mit Elke Neumann, Kuratorin der Ausstellung „Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum“

Fr. 28.06.19 – 28.06.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag - Cocktails an der originalen Palast-der-Republik-Bar

Der Palast der Republik war täglich bis kurz vor Mitternacht geöffnet. Diese Besonderheit will die Kunsthalle Rostock nachempfinden. Jeden letzten Freitag im Monat öffnet sie ihre Türen daher bis 23 Uhr. An diesen Palast-Abenden erwarten Sie interessante Programmpunkte. Neben stündlichen Führungen durch die Ausstellung haben Besucher die Gelegenheit an der originalen Bar des Palast-Foyers kühle Cocktails serviert zu bekommen. Die Bar ist normalerweise, wie ein Ufo im Raum schwebend, als Teil der Ausstellung zu sehen. Junge Musiker begleiten den Abend. Weitere Termine: 26.07., 30.08., 27.09. und 11.10.

Fr. 26.07.19 – 26.07.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag

jeden letzten Freitag im Monat: 28.06.19, 26.07.19, 30.08.19, 27 09.19 und 11.10.19
An diesen Tagen hat die Kunsthalle Rostock bis 23 Uhr geöffnet. Über den Abend hinweg erwarten Sie spannende Programmpunkte wie eine Filmvorführung „Heißer Sommer“ (DDR 1967, 97 min.) Regie: Joachim Hasler und vieles mehr.

Do. 22.08.19 – 22.08.19
19.00 – 20.30 Uhr

Lesung und Gespräch

Baubezogene Kunst. DDR: Kunst im öffentlichen Raum 1950 bis 1990
Martin Maleschka, Architekt und Fotograf, im Gespräch mit Elke Neumann, Kuratorinder Ausstellung „Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum“ In Zusammenarbeit mit DOM publishers, Berlin

Sa. 24.08.19 – 24.08.19
14.00 – 15.00 Uhr

Kuratorenführung

mit Elke Neumann, Kuratorin der Ausstellung „Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum“

Sa. 24.08.19 – 24.08.19
16.00 – 18.00 Uhr

Vortrag Dr. phil. Oliver Sukrow

„Nicht im Derzeitigen verbleiben, sondern nach
dem Wünschenswerten streben.“ – Die Ausstattung
des Palastes der Republik und die Utopie
Dr. phil. Oliver Sukrow, Univ. Ass., Technische
Universität Wien, Forschungsbereich Kunstgeschichte

Fr. 30.08.19 – 30.08.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag

Filmvorführung „Bauzeit, Palast der Republik“ (Bauakademie der DDR, 16 mm, Magnetton)
mit einer Einführung von Christoph Liepach und
Thomas Pantke und einer Gesprächsrunde zur Baugeschichte des Palastes der Republik mit dem
Architekten Dieter Bankert, Dr. Bruno Flierl, Bauhistoriker und „Palast-Kämpfer“ und
Dr. Thomas Flierl, Berliner Kultursenator 2002–2005
Moderation: Stefan Krause, Architekt, Vorstandsvorsitzender Freunde der Kunsthalle Rostock e.V. und Michael Bräuer, Architekt und Stadtplaner

Ab 19 Uhr im Plastiksaal: Disko mit Schallplattenunterhalter Knut Linke. Die drei besten 70er/80er-Disko-Outfits werden mit einer Flasche Sekt prämiert.

An diesem Tag hat die Kunsthalle Rostock bis 23 Uhr geöffnet. Es werden Cocktails an der Original-Palastbar serviert und vor der Kunsthalle gegrillt.

Fr. 30.08.19 – 30.08.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag

Filmvorführung „Bauzeit, Palast der Republik“ (Bauakademie der DDR, 16 mm, Magnetton)
mit einer Einführung von Christoph Liepach und
Thomas Pantke und einer Gesprächsrunde zur Baugeschichte des Palastes der Republik mit dem
Architekten Dieter Bankert, Dr. Bruno Flierl, Bauhistoriker und „Palast-Kämpfer“ und
Dr. Thomas Flierl, Berliner Kultursenator 2002–2005
Moderation: Stefan Krause, Architekt, Vorstandsvorsitzender Freunde der Kunsthalle Rostock e.V. und Michael Bräuer, Architekt und Stadtplaner

Ab 19 Uhr im Plastiksaal: Disko mit Schallplattenunterhalter Knut Linke. Die drei besten 70er/80er-Disko-Outfits werden mit einer Flasche Sekt prämiert.

An diesem Tag hat die Kunsthalle Rostock bis 23 Uhr geöffnet. Es werden Cocktails an der Original-Palastbar serviert und vor der Kunsthalle gegrillt.

Do. 05.09.19 – 05.09.19
19.00 – 20.30 Uhr

„Dürfen Kommunisten träumen?“ – Die Galerie im Palast der Republik

Vortrag von Dr. Michael Philipp, Chefkurator, Museum Barberini Potsdamn

Fr. 13.09.19 – 13.09.19
19.30 – 21.00 Uhr

Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

Dr. Steffen Mau, Professor für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Gespräch mit Dr. Uwe Neumann

In Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag und in Kooperation mit dem Literaturhaus Rostock

Do. 19.09.19 – 19.09.19
19.00 – 21.00 Uhr

Vortrag "Die Porzellanblumen des Palastes der Republik" von Irina Tlusteck

Irina Tlusteck, Dipl. Museologin (FH), Stiftung Stadtmuseum Berlin, Keramiksammlung anschließend Gespräch Zur Innengestaltung des
Palastes der Republik mit Gertraude Pohl, Künstlerin
und Designerin, und Irina Tlusteck moderiert von
Elke Neumann, Kuratorin

Fr. 27.09.19 – 27.09.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag mit Norbert Bisky & Andreas Mühe

jeden letzten Freitag im Monat: 28.06.19, 26.07.19, 30.08.19, 27 09.19 und 11.10.19
An diesen Tagen hat die Kunsthalle Rostock bis 23 Uhr geöffnet. Über den Abend hinweg erwarten Sie spannende Programmpunkte wie Künstler- und Zeitzeugengespräche unter dem Motto An der Bar mit … sowie Filmvorführungen und Performances.

Norbert Bisky & Andreas Mühe im Gespräch Vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Herkunft aus der DDR tauschen sich die Künstler über die 90er als prägendes Jahrzehnt, Berlin als Stadt des Wandels, Familie und Kunst aus.

Sa. 05.10.19 – 05.10.19
16.00 – 18.00 Uhr

Vortrag von der Künstlerin Coco Kühn

36 x 27 x 10 – die letzte Ausstellung im Palast der Republik und der Ursprung der Temporären Kunsthalle Berlin Coco Kühn, Künstlerin, Gründerin der Temporären Kunsthalle Berlin

Sa. 05.10.19 – 05.10.19
16.00 – 18.00 Uhr

Vortrag von der Künstlerin Coco Kühn

36 x 27 x 10 – die letzte Ausstellung im Palast der Republik und der Ursprung der Temporären Kunsthalle Berlin Coco Kühn, Künstlerin, Gründerin der Temporären Kunsthalle Berlin

Fr. 11.10.19 – 11.10.19
18.00 – 23.00 Uhr

Palasttag

An diesem Tag hat die Kunsthalle Rostock bis 23 Uhr geöffnet. Der letzte Palasttag vor dem Ende der Ausstellung thematisiert den Abriss und die emotionalen wie künstlerischen Überreste des Palastes. Mit Filmen und Künstlergesprächen verabschieden wir die Ausstellung.

Sa. 12.10.19 – 12.10.19
16.00 – 18.00 Uhr

Vortrag Dr. Alfred Hagemann

Der Palast der Republik im Humboldt Forum Dr. Alfred Hagemann, Leiter „Geschichte des Ortes“ im Humboldt Forum

palast_katalog_7.jpg

Begeitend zur Ausstellung ist dieser reich bebilderte Katalog erschienen. Mit Texten von Bazon Brock, Irina Liebmann, Elke Neumann, Olaf Reis, Peter Richter und Matthias Wegehaupt.

hro_kunsthalle.jpg

17.05.2019 – 27.10.2019

Kunsthalle Rostock 69/19

Ein halbes Jahrhundert für die Kunst