Rostocker Kunstpreis 2019

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Fünf Kandidatinnen nominiert


Der Rostocker Kunstpreis 2019 wurde für Künstlerische Fotografie ausgeschrieben. Der Kunstpreis wurde von der Kulturstiftung Rostock e.V. initiiert. Die PROVINZIAL-Versicherung fördert den Preis mit 10.000 €. Er wird gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock verliehen. Die Jury ( Dr. Heidrun Lorenzen, Christoph Weinhold - Kulturstiftung Rostock e.V., Hanse- und Universitätsstadt Rostock - Dr. Michaela Selling, Kunsthalle Rostock - Dr. Uwe Neumann, Prof. Tina Bara - Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Antje Schunke - Schleswig-Holstein-Haus Schwerin, Heiko Krause - Preisträger 2014, Prof. Dr. Wolfgang Methling - Kulturstiftung Rostock e.V. - ohne stimmrecht) hat am 30. September 2019 aus einem Kreis von 67 Bewerberinnen und Bewerbern (27 Frauen, 40 Männer) folgende fünf Kandidatinnen nominiert:


Jacqueline Duhr (Rostock, Jg. 1983)
Carina Linge (Leipzig, Jg. 1976)
Eckart Pscheidl-Jeschke (Greifswald, Jg. 1970)
Sandra Schubert (Leipzig, Jg. 1977)
Gerhard Stromberg (Goldberg, Jg. 1952)



Die Eröffnung der Ausstellung mit ausgewählten Werken der Künstlerinnen und Künstler erfolgt am 10. November 2019, 16.00 Uhr in der Kunsthalle Rostock. Die Preisverleihung wird am 30. November, 16.00 Uhr durchgeführt.

Jacqueline Duhr

  • geb. 1983 in Frankfurt/Oder
  • lebt und arbeitet seit 2014 in Rostock
  • 2002 bis 2005 Studium Kunstgeschichte an Technischer Universität Berlin
  • 2005 bis 2012 Studium Bildende Kunst und Germanistik an Universität Greifswald
  • 2012 bis 2014 Referendariat in Köln
  • erarbeitet farbintensive Fotoserien mit medialen Inszenierungen von Protestbewe-gungen, Stadträumen, Landschaften, Menschen, Porträts
  • versteht die Natur als Symbol der inneren Welt des Menschen
  • hinterfragt dabei Symbole und Codes, die eine massenwirksame Kommunikation er-möglichen
  • vermittelt häufig gesellschaftspolitische Botschaften
  • Studienaufenthalte und Stipendien in Qingdao (China), Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop
  • Einzelausstellungen Rostock, Lärz, Greifswald, Seelow, Frankfurt/Oder, Zakopane

Carina Linge

  • geb. 1976 in Cuxhaven
  • lebt und arbeitet in Leipzig
  • Studium Kunst und Germanistik an der Universität Greifswald (7 Semester)
  • Studium Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar
  • Diplom als Diplomkünstlerin
  • Lehraufträge an der Bauhaus-Universität Weimar
  • inspiriert von Caspar David Friedrich greift sie in ihren Farbfotografien auf Formate und Farben der Vormoderne zurück, ohne das Ästhetische der Moderne zu vernach-lässigen
  • ihre Fotografien sind oft inszenierte Interieurs, Stillleben, Körperbilder und Porträts von Frauen
  • Arbeiten sind vielschichtig mit symbolischen Verweisen aufgeladen
  • Arbeitsstipendien in Sachsen und Thüringen
  • Ausstellungen in Berlin, Dortmund, New York City, Erfurt, Weimar

Eckart Pscheidl-Jeschke

  • geb. 1970 in Greifswald
  • lebt und arbeitet in Greifswald
  • Ausbildung in Mediadesign und Medienoperating in Greifswald
  • berufliche Tätigkeit als Fotograf und Gestalter
  • 2006 bis 20011 Studium der Fotografie an fas (Fotografie am Schiffbauerdamm) Ber-lin, an der Ostkreuz-Schule und Neuer Schule für Fotografie Berlin
  • seit 2011 Lehrtätigkeit an Neuer Schule für Fotografie (Internationale Akademie für Fotografie) Berlin
  • Arbeiten sind Schwarz-Weiß- und Farbfotoserien mit dokumentarischem Charakter
  • Bildbearbeitungen und Inszenierungen in der Natur, von Landschaften und Menschen
  • Detailaufnahmen von Oberflächen

Sandra Schubert

  • geb. 1977 in Rostock
  • lebt und arbeitet zwischen Leipzig und Warnemünde
  • Studium der Bildenden Kunst im Studiengang Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig
  • 2008 Diplom bei Prof. Tina Bara, 2014 Meisterschülerabschluss bei Prof. Bara
  • seit 2018 Lehrauftrag an der HGB Leipzig
  • ihre Fotografien haben Bezug zur Region um Rostock, befassen sich mit ihren Wur-zeln in der Region und dem Meer
  • fotografische Langzeitdokumentation von Räumen, Gebäuden, Gegenständen, Tieren und Autos vor allem in Schwarz-Weiß
  • arbeitet mit analogen Groß- und Mittelformatkameras
  • fertigt Handabzüge ihrer Fotos
  • Ausstellungen in Leipzig, Dresden, Kiew, Berlin, Pskow (Russland), Arles (Frankreich)

Gerhard Stromberg

  • geb. 1952 in Ludwigshafen
  • lebt und arbeitet seit 2011 in Goldberg
  • abgebrochene Studien für Kunst (in Holland) und Landwirtschaft
  • danach selbständige Arbeit als Fotograf
  • ab 1980 Studium an der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher
  • nach dem Studium Arbeit als Fotograf und von 1994 bis 2004 als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen im Vereinigten Königreich (UK), Trondheim, Belgrad und Helsinki
  • 2002 bis 2005 Professor an der Kunstakademie und Universität in Trondheim
  • in seiner künstlerischen seriellen Arbeit geht es ihm nach eigener Auskunft nicht um Dokumentationen oder Zeugnisse, sondern um größtmögliche Nähe zwischen seinen Medien, ihm selbst und der Welt
  • es zieht ihn oft zum Fotografieren in die Ferne (Ungarn, Indien, Italien, Frankreich)
  • Landschaften sind für ihn ein Sinnbild dafür, wie wir Menschen uns auf der Welt ein-richten ( „Natur ist außerhalb unseres Selbst, Landschaft dagegen entsteht aus uns, aus unseren Ideen und Vorstellungen“)
  • in den 1990er Jahren gestaltete er Ausstellungen in UK (Southhampton, Colchester, Canterbury, London, Hamshire, Sunderland)
  • 2011 Gründung des Vereins Goldbergkunst und Galerie in Goldberg
  • Ausstellungen in Goldberg, Hagenow und Rostock
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