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Elisabeth Sittig, Träumender Blondschopf, o. J. (1920er-Jahre) Aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock Träumender Blondschopf, o. J. (1920er-Jahre) Aquarell auf Papier 49,0 x 37,5 cm sign. unten rechts: E. Sittig Ankauf Inv.-Nr.: 751490

Elisabeth Sittig, Träumender Blondschopf, o. J. (1920er-Jahre)
Aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock

Träumender Blondschopf, o. J. (1920er-Jahre)
Aquarell auf Papier
49,0 x 37,5 cm
sign. unten rechts: E. Sittig
Ankauf
Inv.-Nr.: 751490

Bild des Monats

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Elisabth Sittig, Träumender Blondschopf

„Kinderbildnisse“

Elisabeth Sittigs in den 1920er-Jahren geschaffenes Aquarell Träumender Blondschopf ist eines ihrer frühen Werke. Zu dieser Zeit studiert sie an der Kunstschule in Frankfurt/Main. Trotz des erkennbaren zeichnerischen Grundgerüsts erfasst Sittig die Figur malerisch in einer realistischen Form- und Farbgebung. Stilistisch erinnert Träumender Blondschopf an die aquarellierten Kinderporträts Hans Braschs, dessen Meisterschülerin Sittig von 1923 bis 1925 in Frankfurt/Main ist. Wie schon ihr Lehrer versucht sie, mit Hilfe des Aquarells das Wesen und die Stimmung eines Menschen zu erfassen. Empathisch nimmt sie Träume, Ängste oder Sehnsüchte ihres Modells wahr. Das soziale Umfeld klingt dabei nur selten an. Neben Landschafts-, Tier- und Blumenbildern entstehen eine ganze Reihe von Porträts und Kinderbildnissen während des langjährigen Schaffens der Malerin und Grafikerin.

Ihre Liebe zu Kindern findet auch Ausdruck in ihrer Tätigkeit als Lehrerin, anfangs in Frankfurt/Main und Harsleben (bei Halberstadt), sowie ab 1939 in Barth an der Ostseeküste, unweit der Künstlerorte Ahrenshoop und Prerow. Neben ihrer Begegnung mit Käthe Kollwitz lernt sie dort Künstler wie Theodor Schultze-Jasmer, Ruth Klatte, Max Schwimmer oder Hedwig Holtz-Sommer kennen, mit denen sie freundschaftlich verbunden ist. Diese Begegnungen und Einflüsse wirken sich jedoch nicht weiter auf ihr Schaffen aus, ebenso wenig wie stilprägende Strömungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So zieht sich eine klare gegenständliche Formensprache unter Verwendung expressionistischer Gestaltungsmittel in der Druckgrafik durch das gesamte OEuvre der regional sehr bekannten Künstlerin, die im Alter von 102 Jahren in Barth verstirbt. Melanie Ohst

Bild des Monats:
Elisabth Sittig, Träumender Blondschopf, o. J. (1920er-Jahre), Aquarell auf Papier, 49,0 x 37,5 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Elisabth Sittig:
8. April 1899 in Rödelheim bei Frankfurt/Main – 18. September 2001 in Barth

verwendete Literatur:
Brasch-Schwenk, Helga: Hans Brasch, in: Biographien Dokumentation der Forschungsstelle Kulturimpuls, Dornach
Kat. E. Sittig – Bekenntnisse. Malerei, Grafik, Zeichnungen, Reihe: Einblicke, Nr. 3, hrsg. vom Verband Bildender Künstler, Berlin 1990.
Kat. E. Sittig. „100 Jahre will ich werden!“, hrsg. von der Stadtverwaltung Barth, Barth 1999.

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