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Fünf Kandidatinnen für Rostocker Kunstpreis 2018 nominiert

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Der Rostocker Kunstpreis wird seit 2006 für wechselnde Genres ausgeschrieben und verliehen. Der Kunstpreis wurde von der Kulturstiftung Rostock e.V. initiiert. Die PROVINZIAL-Versicherung fördert den Preis mit 10.000 €. Er wird gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock verliehen. In diesem Jahr wurde er für Malerei ausgeschrieben. Die Jury hat am 8. Oktober 2018 in folgender Zusammensetzung getagt: Dr. Heidrun Lorenzen und Christoph Weinhold (Kulturstiftung Rostock e.V.), Thomas Kühl (PROVINZIAL-Versicherung), Dr. Michaela Selling (Hanse- und Universitätsstadt Rostock), Dr. Ulrich Ptak (Kunsthalle Rostock), Dr. Merete Cobarg (Kunstsammlung Neubrandenburg), Dr. Kornelia Röder (Staatliches Museum Schwerin), Dr. Volker Probst (Barlach Stiftung Güstrow), Prof. Dr. Wolfgang Methling (Kulturstiftung Rostock e.V., ohne Stimmrecht). Die Jury hat aus dem Kreis von 80 (46 Frauen, 34 Männer) Bewerberinnen und Bewerbern folgende fünf Kandidatinnen nominiert:


Kathrin Harder (Eichwalde, Jg. 1969)
Jennifer König (Leipzig, Jg. 1984)
Linda Perthen (Neustrelitz, Jg. 1981)
Franziska Reinbothe (Leipzig, Jg. 1980)
Ramona Seyfarth (Neubrandenburg, Jg. 1980)


Die Eröffnung der Ausstellung mit ausgewählten Werken der Künstlerinnen und Künstler erfolgt am 24. November 2018, 16.00 Uhr in der Kunsthalle Rostock. Die Preisverleihung wird am 15. Dezember 2018, 16.00 Uhr durchgeführt.




Kurzcharakteristik der Kandidatinnen für den Kunstpreis 2018

Kathrin Harder:

  • geb. 1969 in Rostock
  • lebt und arbeitet in Eichwalde bei Berlin
  • Studium Malerei/Grafik an HS Berlin-Weißensee 1993 bis 1996 und an HfBK Dresden 1996 bis 1999
  • Diplom bei Prof. Max Uhlig (HfBK Dresden)
  • Arbeitsstipendien u.a. auf Schloss Scharfenberg
  • typischer Stil: abstrakte Malerei, mit einfachen Pinselstrichen, die Formen und Objekte bilden
  • teils monochromatisch, weiße Striche auf dunklem Untergrund und umgekehrt
  • Synthese von Hintergrund und Vordergrund
  • helle und dunkle Striche ergänzen und verflechten sich oft zu feinnervigem Yin-Yang-Kosmos
  • Ausstellungen u.a. in Dresden, Lübben, Berlin, Potsdam, Cottbus
  • Brandenburgischer Kunstpreis 2008
  • Lehrauftrag an Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald seit 2018


    Jennifer König:
  • geb. 1984 in Hennigsdorf
  • lebt und arbeitet in Leipzig
  • Studium und Diplom an HS Ottersberg 2006 bis 2011
  • Studium an der HGB Leipzig 2011 bis 2017
  • Meisterschülerin bei Prof. Christoph Ruckhäberle
  • oft kleinformatige Arbeiten mit kräftigen Reliefstrukturen auf der Leinwand
  • je nach manuellem Druck durch das Malwerkzeug verdichten sich Spuren der darun-ter gelagerten Malerei und es entstehen dreidimensionale Bilder
  • beschäftigt sich mit der Beziehung von Abstraktion und Landschaft, Abstraktion und Repräsentation
  • Ausstellungen u.a. in Leipzig, Antwerpen, Berlin, London, Rom, Chemnitz, Brüssel


    Linda Perthen:
  • geb. 1981 in Neubrandenburg
  • lebt und arbeitet in Neustrelitz
  • Studium Bildende Kunst und Philosophie 2006 bis 2012 an Universität Greifswald
  • 2014 bis 2017 Meisterschülerin bei Prof. Alba D`Urbano an HGB Leipzig
  • 2013 Gründung des Künstlerduos „yes-no“ mit Julia Leschik
  • Abstrakte großformatige Malerei mit Acryl, Öl, Lack, Marker auf Leinwand
  • verschiedene Farbmaterialien verweisen auf digitale Arbeitsprozesse hinter dem Bild
  • in ihrer Malerei stapeln sich Verdichtungen zu Schichten, die sich durch Übermalun-gen wieder auflösen
  • Ausstellungen u.a. in Leipzig, Kalbe (Milde), Neuruppin, Kassel, Bremen, Greifswald


    Franziska Reinbothe:
  • geb. 1980 in Berlin
  • lebt und arbeitet in Leipzig
  • Studium Malerei 2005 bis 2010 an HGB Leipzig
  • Meisterschüler 2010 bis 2013 an HGB Leipzig
  • Künstlerische Mitarbeiterin 2015 bis 2016 an HGB Leipzig
  • Arbeitsstipendien im Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop, Schloss Plüschow, Soest, Vil-nius (Litauen)
  • arbeitet an Schnittstelle zwischen Malerei und Skulptur
  • nach dem abstrakten Malprozess werden Leinwände gedehnt, gefaltet, gebrochen, durchschnitte oder vernäht, so dass eine skulpturelle Wirkung entsteht
  • Ausstellungen u.a. in Leipzig, Weimar, Schloss Plüschow, Wismar, Frankfurt/Main, Soest, Berlin, Lüneburg


    Ramona Seyfarth:
  • geb. 1980 in Neubrandenburg
  • lebt und arbeitet in Neubrandenburg
  • Studium Soziale Arbeit in Neubrandenburg
  • Lehre als Glasbläserin
  • Studium an der Hochschule Koblenz 2008 bis 2013
  • Master of Fine Arts in freier Kunst 2013
  • Kunstpreis für Nachwuchskünstler Mecklenburg-Vorpommern 2016
  • Stipendien in Linz (Österreich), Schloss Plüschow, Südkorea, Rostock
  • verwendet unterschiedliche Maltechniken (Acryl, Goldlack, Pigmente) auf verschie-denen Untergründen (Papier, Karton, Textilien, Blech)
  • auch Installationen mit verschiedenen Maltechniken
  • greift oft gesellschaftspolitische Themen auf und positioniert sich
  • Nominierung für Rostocker Kunstpreis 2017
  • Ausstellungen u.a. in Mainz, Koblenz, Neustrelitz, Trier, Lommel (Belgien), Ludwigs-hafen, Dresden, Schwerin, Poznan (Polen), Changwon (Südkorea), Rostock, Ahrenshoop, Mestlin, Wismar

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