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04.02.2011 - 20.03.2011
"Noch mal leben": Eine Ausstellung über das Sterben
Hospiz-Förderverein Rostock und Kunsthalle Rostock zeigen einzigartiges Foto-Projekt
Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so sehr im Verborgenen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft geworden. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind.
Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod der Porträtierten. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen.
Die meisten der fünfundzwanzig Porträtierten haben ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbracht. Hospize sind Lebensorte für Sterbende. Sie bieten Schwerstkranken die Möglichkeit, ihr Lebensende so schmerzfrei und bewusst wie möglich zu verbringen. Wer hier einzieht weiß, dass er nicht in seine Wohnung zurückkehren wird. Er weiß, dass er Abschied nehmen muss und dass er nicht mehr viel Zeit hat, seine persönlichen Dinge zu regeln. Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach. Und doch ist hier kaum ein Mensch ohne Hoffnung: auf einige Tage mehr, auf ein Sterben in Würde oder darauf, dass der Tod nicht das Ende von allem sein möge.
Über ein Jahr arbeiteten Walter Schels und Beate Lakotta für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize.
Alle Porträtierten waren mit der Veröffentlichung einverstanden.
Die Ausstellung wird am 3. Februar, 18.00 Uhr im Beisein der Künstler und mit einem Grußwort von Nikolaus Voss, Staatssekretär im Ministerium für Soziales und Gesundheit, in der Kunsthalle Rostock eröffnet.
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Eintritt Sonderausstellung: 4,00 bzw. 2,00 (ermäßigt) Euro.
Die Ausstellung wurde möglich durch die Initiative von Förderverein Hospizinitiative Rostock, Ambulantem Hospizdienst Rostock sowie Ambulantem Kinderhospizdienst Rostock.

Anschrift
Kunsthalle Rostock
Hamburger Straße 40
D-18069 Rostock
Telefon
0049 381 381-7000 (Sekretariat)
0049 381 381-7008 (Kasse)
Fax
0049 381 8016288
Öffnungszeiten
Di. - So. 11 - 18 Uhr
Montag geschlossen
Eintrittspreise
Eintritt frei
(außer Sonderaustellungen)
Rostock Card-ermäßigter Eintritt
Jahreskarte 36,00 €
Öffentliche Führungen
jeden Donnerstag 16.00 Uhr
im Eintrittspreis inklusive
Geschlossene Führungen
nach Voranmeldung (max. 25 Personen)
Entgelt: 30,00 EUR
Veranstaltungen für Kinder
(museumspädagogische Angebote)
nach Voranmeldung
Mo. 13-14 Uhr, Do. 15-16 Uhr
Tel. 0381 381-7002
Ermäßigungsberechtigungen
siehe Entgeltordnung der Städtischen Museen der Hansestadt Rostock
Details (PDF/72kB)
